„Cherry Loaf Cake“ – Kirschenkuchen aus Kent

Über meinen Blog lernte ich Tamara Hänggli kennen. Tamara ist ausgebildete Hauswirtschaftslehrerin und arbeitet seit vielen Jahren in der Erwachsenenbildung. Seit 2007 gibt sie Kurse über die englische Backkunst, hat auch schon eine England-Studienreise organisiert und zwei Backbücher geschrieben; „Let’s backe“ und „Afternoon Tea“, beide im WERDVerlag erschienen. Das von mir heute vorgestellte Rezept ist das erste Rezept, das ich aus den beiden Büchern in den nächsten Wochen vorstellen möchte. Bevor ich aber eine Rezension verfassen kann, muss ich immer erst einige Rezepte aus einem Backbuch ausprobieren. Ich bin der Meinung, dass es schliesslich auf die Backrezepte ankommt, oder? Natürlich müssen Fotos ansprechend, Aufbau klar, etc. sein, aber wenn die Rezepte nicht gelingen und/oder schmecken, dann kann jedes Buch noch so schön sein, aber empfehlen würde ich es keinen. Also, dann mal los:

Kuchen NahaufnahmeSommerzeit, die ersten Kirschen stehen in den Regalen und was liegt da näher als einen Kirschkuchen zu backen? Der ausgewählte Kirschkuchen hat den Namen „Cherry Loaf Cake“ und das Rezept stammt aus dem Buch „Let’s bake„.  Gemäss Tamara kommt der Kirschenkuchen aus der Grafschaft Kent, die anscheinend berühmt für ihre Obstgärten ist.Let's bake

 

 

 

Ihr bemerkt vielleicht, dass ich einmal „Kirschenkuchen“ und dann „Kirschkuchen“ verwende. Warum? Das Wort „Kirschenkuchen“ wird in der Schweiz gebraucht. Wohingegen Kirschkuchen aus Deutschland kommt. Nachdem ich nun aus Deutschland komme und Schweiz meine neue Heimat ist, gebrauche ich beide Begriffe! Dies am Rande bemerkt, nun aber wieder zurück zum Kuchen…:-)

Welche Zutaten müssen bereitgestellt werden? Für eine 21 cm lange Cakeform:

200 gr entsteinte schwarze Kirschen
1/2 Zitrone, Saft
120 gr Butter
1 gestrichenen TL Salz
3 Eier
160 gr Mehl
2 TL Backpulver
110 gr Zucker
etwas Puderzucker nach Belieben

Kuchen vor dem BackenBevor der Teig zusammengerührt wird, die Kirschen entsteinen und mit dem Saft der halben Zitrone marinieren. Den Backofen auf 160 Grad Umluft (180 Grad Ober-Unterhitze) vorheizen.
Die Eier mit dem Zucker schaumig rühren und die Butter anschliessend mit unterrühren. Die trockenen Zutaten, wie Mehl, Backpulver und Salz, in einer separaten Schüssel vermengen und zur Ei-Zucker Masse geben und kurz mit unterrühren. Gemäss Autorin sollte dies am besten mit einem Spachtel gemacht werden, da ansonsten die Masse zu zäh werden würde. Ich habe das mit meiner Küchenmaschine gemacht – schnell aber ganz kurz und mein Teig war nicht zäh.
Die Kirschen – abgetropft ! (Marinade aber aufbewahren!) – unter den Teig heben und die gesamte Menge in die ausgefettete Backform geben. Im Ofen nun rund 45 Min backen.
In der Form 10 Minuten auskühlen lassen, herausnehmen und mit der Marinade beträufeln. Vor dem Servieren nach Belieben mit Puderzucker bestreuen.

StückOb frische Kirschen, Kirschen aus dem Glas oder eingefrorene Kirschen verwendet werden, ist eine Frage der Verfügbarkeit. Ich denke aber, dass frische Kirschen genau den speziellen Geschmack, die Konsistenz des Teigs und das schöne Aussehen des Kuchens ausmachen. Entsprechend empfehle ich den Kuchen einmal mit frischen Kirschen zu backen.
Der Kuchen ist ideal für ein einfaches Kaffeetrinken am Nachmittag, als Geschenk zu einer Einladung und/oder als Kuchenbeigabe zu einem Brunch vorstellen. Er passt zu jeder Gelegenheit! 

KirschenFAZIT: Der Kuchen war schnell und einfach zubereitet. Puderzucker benötigten wir nicht, da er für uns vier süss genug war. Optisch hingegen wäre der Kuchen natürlich mit einer dünnen Puderschicht noch schöner!

Der Teig mit der eingezogenen Marinade ist sehr saftig, die dicken, säuerlichen Kirschen harmonieren sehr gut mit der Süsse des Teigs und der Rand hatte bei mir eine leichte Kruste – (vielleicht durch die gemahlenen Mandeln, mit der ich die Form ausgestreut habe?), auf jeden Fall die Kombination der drei Komponenten: „SEHR LECKER!“ Als „Kirschkuchen-Saison-Starter“ – genau das richtige! 

 

 

2 Comments

  1. Gabriele Romberg

    22. Juni 2013 at 12:12

    Heute habe ich den Kirschkuchen gebacken. Er ist wirklich schnell zu backen und schmeckt gut. Zu den Kirschen aus dem Glas habe ich noch etwa 100 g frische Erdbeeren dazu gegeben. Es ist auch lecker, nur leider wird er dadurch etwas matschig.

    1. Ina

      24. Juni 2013 at 08:43

      Kirschen sind von der Konsistenz fester als Erdbeeren und entsprechend kann ich mir gut vorstellen, dass der Kuchen matschig wird. Schön aber zu hören, dass er Euch geschmeckt hat. Liebe Grüsse Ina

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