Schneewittchenkuchen oder Butterkeks-Kuchen mit Beeren

IMG_1016Schneewittchenkuchen? Keine Ahnung wer auf diesen Namen gekommen ist, aber unter diesen ist er in Pinterest zu finden. Aber egal, Hauptsache er schmeckt und das tut er! Zudem ist er leicht herzustellen und super vorzubereiten. Letzteres ist genau das was man benötigt, wenn man Gäste erwartet, oder? Auf jeden Fall habe ich diesen Kuchen beim Blog „Backen macht glücklich“ gesehen und optisch gefiel er mir auf Anhieb. Einzig die Frage stellte sich mir, wie er wohl aussehen mag, wenn man versucht mit der Gabel in den harten Butterkeks stechen möchte? Aber diese Frage war mit weiterem Lesen schnell beantwortet, da die Butterkekse bis zum „Anstechen“ durchweicht sein werden und daher „null problemo“.

Das folgende Rezept – leicht abgewandelt –  ist für ein tiefes Backblech oder eine viereckige Kuchenform berechnet. Mein Blech ist 31×34 cm hoch und ich dachte erst, dass die Teigmenge viel zu wenig ist, aber wie ihr auf dem Foto erkennen könnt, ist der Teiganteil  gegenüber zu den anderen Schichten doch recht gross.

Teig:
200 gr weiche Butter
170 gr feiner Zucker
3 Eier
200 gr Dinkelmehl
1 TL Backpulver

Beerenschicht:
600 gr Beeren (ich habe Heidelbeeren verwendet, aber man kann auch eine Beerenmischung nehmen) – bei Tiefkühlware in einem Sieb auftauen und den Saft auffangen
1 1/2 Päckchen Vanillepuddingpulver zum Kochen
350 ml Flüssigkeit (200 ml Roten Traubensaft und 100 ml Wasser und Rest Flüssigkeit von den aufgetauten Beeren)
1 EL Zucker

Sahneschicht:
600 ml Sahne
3 Päckchen Sahnesteif
1 Päckchen Vanillezucker
1 TL Vanilleextrakt
Prise Salz

1 grosse Packung Butterkekse (mindestens 28 Stück)

Zubereitung:
Die Form oder das Blech einfetten und mit gemahlenen Nüssen (ich habe hier Mandelblättchen verwendet) ausstreuen. Den Backofen auf 160 Grad Umluft vorheizen.

Die weiche Butter mit dem Zucker schaumig rühren und die Eier nacheinander unterrühren. Mehl und Backpulver separat abmessen und vermischen, um dieses dann zur Butter-Zucker-Masse hinzugeben. Letzteres nur kurz vermischen. Teig auf die Form geben und mittels eines Spachtels verteilen. Ich habe mit Hilfe einer aufgeschnittenen Plastikfolie den Teig gut und sauber verstreichen können. Blech/Form in den Ofen und rund 20 Minuten backen. Herausnehmen und vollständig abkühlen lassen.

Für die Beerenschicht 300 ml Flüssigkeit in einen kleinen Topf aufkochen lassen. Die restlichen 50 ml mit dem Vanillepulver und dem Zucker verrühren und unter ständigem Rühren in die kochende Flüssigkeit giessen. Für 2 Minuten kochen lassen und dabei immer rühren. Am Ende sollte es eine dicke Masse werden. Diese unter die aufgetauten Beeren heben und etwas abkühlen lassen. Anschliessend auf den ausgekühlten Kuchenteig verstreichen und wieder vollständig abkühlen lassen.

Zum Schluss die Sahne mit dem Sahnesteif, den Vanillezucker und der Prise Salz steif schlagen und auf die Beerenschicht gleichmässig verteilen. Die Butterkekse auf die Sahneschicht legen und abgedeckt über Nacht oder mindestens 4 Stunden im Kühlschrank kalt stellen.

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FAZIT: Der Kuchen – oder die kleine Schnitte ;-) – ist wie oben schon gesagt optisch sehr schön. Die Schichten sind klar erkennbar. Herstellung und Vorbereitung sehr einfach. Geschmacklich ist er auch sehr gut. Der Teig ist lecker, die Beerenschicht mit den säuerlichen Heidelbeeren geben einen guten Kontrast zu der Sahneschicht und den süssen Keksen. Im Ganzen ist er auch nicht zu süss.

Das Einzige was ich etwas schade finde ist die Konsistenz. Alle Schichten sind einfach nur weich. Daher stelle ich mir beim nächsten Versuch – quasi als Kontrast – einen Mürbeteig oder einen Keksteig (wie es bei den amerikanischen Cheesecake-Rezepten ist) vor oder man stellt aus den Butterkeksen Brösel her, die man erst zum Schluss auf die Sahnemasse streut. Somit hat man einen kleinen „Knuspereffekt“. Zudem kann ich mir geschmacklich eine Mischung aus Sahne und Frischkäse vorstellen. Was meint Ihr?

Viel Spass beim Nachbacken, Eure Ina

1 Comment

  1. Romberg Gabriele

    13. Februar 2017 at 10:45

    Geschmacklich ist der Kuchen gut. Mir ist er nur zu weich. Ich tendiere auch zu einem Mürbeteig und die Kekse als Brösel vor dem Servieren darauf streuen, ist eine gute Idee!

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