Speck-Zopf – zum Frühstück, Mittagessen oder zum Abendessen? – frisch geht IMMER!

Speckzopf nahDer Kindergarten unseres Sohnes veranstaltete eine Musical-Aufführung und für das anschliessende Buffet waren die Eltern aufgefordert etwas mitzubringen. Ich wollte schon seit langem einen Speck-Zopf backen, denn ich esse ihn selber sehr gern und ich finde, er passt zu jeder Tageszeit, vorausgesetzt er ist FRISCH! Also, durfte ich schon am Morgen um 6.30 Uhr den Teig machen. Dabei ist mir die Milch aus der Küchenmaschine überall hingespritzt, dass ich ehrlich gesagt am liebsten schon wieder aufgehört hätte und ins Bett zurückgegangen wäre! Aber so schnell lass ich mich nicht unterkriegen, putze alles auf und knetete weiter. Ich dachte mir, dass ich im schlimmsten Fall noch schnell eine Wähe backen könnte.

Für einen Speckzopf kann man ein einfaches Butterzopf-Rezept abwandeln: einfach Speck hinzufügen und Salzmenge reduzieren, denn Speck ist salzig genug! Aber lest hier die Details:

500 gr Weissmehl (ich habe 50% Dinkelmehl und 50 % Weissmehl verwendet)
1/2 Hefewürfel
1/4 TL Salz
1/2 El Zucker
1 Ei
300 ml Milch
75 gr Butter

200 gr Speckwürfel

Eigelb
Kaffeerahm/Rahm

Zubereitung:

Die Milch im Topf erwärmen und Herdplatte ausschalten. Die Butter in der Milch schmelzen, so kann eine eventuell zu heisse Milch schnell wieder abgekühlt werden. Den Zucker und das Ei mit hinzugeben und mit einem Schneebesen verrühren. Zum Schluss die zerbröselte Hefe einrühren.

In einer zweiten Schüssel Mehl und Salz vermengen und zur ersten Masse hinzugeben. Mit Hilfe des Knethakens der Küchenmaschine den Teig mindestens 5 Minuten durchkneten lassen. Der Teig sollte geschmeidig sein und sich vom Schlüsselrand selbstständig ablösen. Mit einem Tuch abdecken und in einem warmen Raum bei Zimmertemperatur für 1 Stunde gehen lassen. Der Teig sollte doppelt so gross sein. Nachdem ich morgens keine Zeit mehr hatte den Zopf fertig zu stellen, habe ich die Schüssel in den Kühlschrank gestellt. So wurde der Gehvorgang verlangsamt. Als ich wieder Zeit hatte, also einige Stunden später, nahm ich die Schüssel aus dem Kühlschrank und liess sie bei Zimmertemperatur stehen. In der Zwischenzeit schwitzte ich die Speckwürfel in einer Bratpfanne ohne Zugabe von Fett etwas an und liess sie auf einem Blatt von Küchenrolle auskühlen.

Die Speckwürfel am Besten mit Hilfe der Küchenmaschine in den Teig einarbeiten. Dies kann einige Minuten dauern. Den fertigen Teig in 3 Stücke teilen, zu Zopfstränge formen und anschliessend zu einem Zopf flechten. Wie das geht? Dafür gibt es einige Videos im Internet! Den fertigen Zopf auf das Backblech legen und mit einem Handtuch noch einmal 15-30 Minuten gehen lassen. Kurz vor dem Backen das Ei mit dem Rahm verquirlen und den Zopf damit bestreichen. Ich habe meine Zopf im Combi-Dampfgarer gebacken. Dafür habe ich ihn sofort nach dem Zopfflechten  in den kalten Ofen hineingeschoben und bei 200 Grad und 100 % Feuchtigkeit 10 Minuten gebacken (sprich die 2. Gehphase erfolgte bei mir im Ofen :-). Anschliessend stellte ich die Temperatur auf 180 Grad, die Feuchtigkeit reduzierte ich ebenfalls auf 25 % und die Backdauer betrug 15-20 Minuten. Die Dauer ist abhängig von der Dicke des Zopfes. Wer eher dünne Zopfstränge hergestellt hat, hat einen eher dünnen Zopf und somit ist er im Backofen schneller fertig!

Natürlich könnt Ihr den Zopf auch im normalen Backofen backen. Während der 2. Gehphase den Ofen auf 180 Grad (Umluft) vorheizen und eine Schüssel Wasser auf den Boden des Ofens stellen (oder ein tiefes Blech in die unterste Leiste des Ofens mit Wasser gefüllt reinschieben). Den bepinselten Zopf in die Ofenmitte reinschieben und rund 25 Minuten backen. Bitte auch hier zum Ende hin kontrollieren!

Speckzopf

FAZIT: Der Zopf duftete und liess uns das Wasser im Mund zusammenlaufen. Der Teig war locker, die Speckwürfel waren nicht zu fettig und der Zopf hatte eine goldgelbe dünne Kruste. Er schmeckte so gut, dass er sehr schnell aufgegessen war. Also, probiert ihn aus und Ihr werdet feststellen, dass ich keine Hexerei! Uns schmeckt er um Brunch, zum Mittagessen oder auch zum Abendessen. Hauptsache frisch! 

Falls Ihr einen Zopf zum Frühstück essen möchtet, dann müsst Ihr nicht mitten in der Nacht aufstehen und backen, sondern Ihr könnt den Teig ganz einfach am Vorabend herstellen und ihn im Kühlschrank abgedeckt gehen lassen. Manche flechten ihn auch schon und stellen den „rohen“ Zopf mit einem Tuch abgedeckt in den Kühlschrank. Morgens bevor man unter die Dusche springt auf den Kühlschrank nehmen und bei Zimmertemperatur etwas stehen lassen. Anschliessend Zopf flechten bzw. ab in den Ofen – fertig in rund 30 Minuten! Besser gehts nicht!

Beste Grüsse Eure Ina

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