Porridge – nicht nur für kalte Tage

Zum Frühstück ein warmes Porridge? Für mich der perfekte Start in den Tag, egal ob es draussen heiss oder kalt ist. Ich liebe mein Porridge und variiere es nach Lust und Laune, je nach Saison kommen frische Blaubeeren oder Erdbeeren, Banane oder Mango hinzu, Rosinen sind immer mit dabei und momentan liebe ich mein Porridge mit Goji-Beeren und getrockneten Aprikosen. Zudem kommt mal fein geriebener Ingwer und/oder Zimt mit hinein, die Prise Vanillesalz ist ein Muss und gesüsst wird vorzugsweise mit Ahornsirup, aber auch hier habe ich schon Agavensirup oder Honig verwendet. Wer noch mag, kann das Porridge mit gerösteten Nüsse und einen Kleks Saurer Sahne und/oder selbstgemachter Marmelade aufpeppen – sooo lecker – und von Schokolade gar nicht zu reden! Ihr wisst was ich meine. ;-)  Auf jeden Fall ist Porridge sehr einfach, schnell und abwechslungsreich zu machen wie kein anderes Frühstück!

Ich bevorzuge die grobe Flockenmischung aus dem Bioladen. Bei der handelt es ich um eine Mischung aus fünf verschiedenen Flocken, wie Dinkel, Hafer, Gerste, Roggen und Reis, die ich mit 2/3 Menge Wasser und 1/3 Hafermilch ca. 10 Minuten lang köcheln lassen. Die Kochzeit richtet sich nach Belieben, wer es cremiger mag, der lässt es länger kochen und wer es körniger mag, einfach kürzer. Meine Freundin mag sie zum Beispiel am liebsten nur mit Hafermilch, also ohne Wasser gekocht – ganz nach Belieben! Probiert es einfach selber aus!

9783038008279In dem kürzlich erhaltenen Buch „light & easy“ von Hugh Fearnly-Whittingstall, erschienen im AT Verlag, sind auf den ersten Seiten einige Rezepte zum Frühstück. Unter anderem ein Apfel-Rosinen-Porridge. Selbstverständlich musste ich das ausprobieren. Beim Durchlesen stiess ich auf Haferschrot. Von Haferschrot hatte ich bisher noch nie etwas gehört, daher musste ich mich erstmal erkundigen. Gemäss Internetlektüre ist Hafer sehr gesund, da er sehr nährstoffreich und eiweisshaltig ist. Haferschrot sind entspelzte, grob zerkleinerte Haferkörner und ist vor allem auf dem Speiseplan in Grossbritannien zu finden. Also, keine Haferflocken, sondern Haferschrot. Letzteren habe ich bei meinem Bioladen gefunden.

Bei meiner Internetrecherche stiess ich auf ein zweites Rezept, was mich ebenfalls zum ausprobieren  anregte. Entsprechend hatte ich reichlich Porridge am dem Morgen :-), aber Gott sei Dank kam meine Freundin mit ihren Töchtern zum Frühstück und probierten sich ebenfalls durch.

Zunächst einmal das von Hugh Fearnly-Whittingstall: „Apfel-Rosinen-Porridge“ 

wesentlichen ZutatenZutaten für 2 Personen:
75 gr Haferschrot
50 gr Rosinen
150 ml Apfelsaft (reiner, nicht aus Konzentrat!)
350 ml Wasser
1 Prise Salz

am nächsten Tag: Zimt, Honig etc. nach Belieben

Zubereitung:
Schrot, Rosinen mit Apfelsaft und Wasser in eine Schüssel geben, zudecken und über Nacht an einem kühlen Ort stellen. Am nächsten Tag den gesamten Schlüsselinhalt in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Rund 10 Minuten kochen, dabei immer mal wieder umrühren, damit die Masse nicht anbrennt. Mit einer Prise Salz abschmecken und zum Beispiel mit frischen Äpfeln und etwas Honig, Agavensirup etc. garnieren. Sooo lecker!

HaferschrotDas zweite Rezept habe ich von der Seite wikiHow und wird mit Milch und Butter gemacht und der Haferschrot muss nicht vorher eingeweicht werden, dafür ist die Kochzeit wesentlich länger. Für 2 Personen:

1 Tasse Haferschrot
1 EL Butter (ich habe Ghee verwendet, denn ich bevorzuge den Geschmack)
3 Tassen Wasser
3/4 Tasse Milch (ich habe eine Mischung aus Hafer- und ungesüsster Mandelmilch genommen)
1/2 TL Salz

Zum Servieren kann hier nachgesüsst werden nach Gusto und mit getrockneten Früchten oder frischem Obst gegessen werden, was einem gerade einfällt. Ich habe getrockneten Ingwer, Zimt und Ahornsirup dazugeben – super! Aber erst einmal zur Zubereitung:

Butter in einem Topf erhitzen und den Schrot 3 Minuten unter Rühren anrösten. Das Wasser hinzugeben und 30 Minuten köcheln lassen – bitte nicht umrühren, einfach auf kleiner Flamme köcheln lassen. Anschliessend die Milch und das Salz hinzugeben und weitere 10 Minuten köcheln lassen. Vorsichtig hier, immer umrühren, da die Masse nun eingedickt ist und schnell anbrennt! Fertig ist das Porridge!

Apfelporridge

FAZIT: Die Verwendung von Haferschrot war für mich gänzlich neu und überzeugte mich, so dass ich nun vorzugsweise am Wochenende, wenn ich einfach mehr Zeit habe, mein Porridge mit Haferschrot zubereiten werde.

PorridgeBeide Varianten sind sehr lecker. Das mit dem Apfelsaft eher fruchtig und süss und das andere eher sämig. Bei beiden kommt der feine nussige Geschmack des Hafers durch und die Masse ist in der Struktur noch bissfest und auch cremig. Perfekt!

Wenn es wie meistens in der Woche schnell gehen muss, dann werde ich auf meine bevorzugte Flockenmischung aus dem Bioladen zurückgreifen. Natürlich gibt es im Laden fertige Porridgemischungen, aber zum einem sind die nicht preiswert und/oder sie enthalten Zutaten, die man gar nicht möchte. Aber eine Firma kann ich durchaus empfehlen: www.mymuesli.ch bzw. www.mymuesli.com. Bei dieser Firma habe ich schon Müslis mixen lassen, fertige Müslis und Porrdigemischungen gekauft, einige Gutscheine verschenkt und zum Advent gab es die Adventskalender. Ich liebe die Vielfalt und vor allem die Bio-Qualität.

Soweit vom Frühstückstisch :-), wünsche Euch viel Spass beim Ausprobieren und lasst Euch gesagt sein, ein gutes Porridge schmeckt auch am Mittag, am Abend und/oder Zwischendurch! Viel Spass, Eure Ina

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