Rezension: „Backen mit Buchweizen“ inkl. einer Quiche Lorraine

CoverIn meinem letzten Artikel habe ich unter anderem zwei Rezepte aus dem Buch „Backen mit Buchweizen“ von Modesta Bersin, erschienen im AT Verlag, vorgestellt. Heute erzähle ich Euch von einem weiteren Rezept aus dem Buch:  „Quiche Lorraine“.  Darüber hinaus möchte ich Euch das Buch näher vorstellen.

„Backen mit Buchweizen“ umfasst 70 Rezepte auf 120 Seiten, die sich rund um das Pseudogetreide „Buchweizen“ dreht. Auf den ersten Seiten findet der Leser ein kurzes Vorwort der Autorin und anschliessend einen kurzen Theorieteil über Buchweizen, der mit traditionellen Rezepten aus verschiedenen Ländern die perfekte Überleitung in den Rezeptteil ermöglicht. Fünf Hauptkategorien unterteilen den Rezeptsteil: Von Rührteig, Knetteig oder Quark-Öl-Teig, Biskuiten, Brot und Brötchen bis zu Crepes, Blini & Co. Abgerundet wird das Buch durch ein kurzes Glossar mit den wesentlichen Zutaten, einer Adressliste und das Rezeptverzeichnis. Mit seinen 120 Seiten ist es kein sehr dickes Buch, aber es ermöglicht sich jeden Einsteiger in das Thema glutenfreie Ernährung mit Buchweizen die ersten Grundlagen anzueignen.

Auffallend finde ich die sehr kurz gehaltene Beschreibung der Zubereitung. In vielen Büchern findet man eine detaillierte Aufzählung einzelner Arbeitsschritte, wie z.B. „Butter mit Zucker schaumig rühren, Eier nach und nach hinzugeben und unterrühren….“ – was hier gänzlich fehlt. Für den geübten Akteur in der Küche ist dies kein Problem, aber für einen Anfänger in der Küche, kann dies etwas irritierend wirken, bis hin zur Hilflosigkeit führen!

StückQuiche Lorraine – für eine normal grosse Wähenform mit dem Durchmesser von 32 cm:

Teig:
200 gr feines Buchweizenmehl
5 EL kaltes Wasser
1/2 TL gestrichen, Salz
150 gr Butter (ich habe kalte Butter, in kleingewürfelt verwendet)
1 EL Quark
1 EL gemahlenen Besam zum Bestreuen

Zubereitung:
Bei diesem Rezept zeigt sich die knappe Beschreibung der Zubereitung. Im Rezept wird lediglich geschrieben, dass die Zutaten zu einem glatten Teig verknetet werden soll. Ich habe mich entschieden den Teig gemäss eines Pie-Teiges herzustellen, d.h. die kleingewürfelte Butter mit Hilfe eines Cutters in das Mehl-Salz-Gemisch unterzumischen (dies kann natürlich auch mit den Händen gemacht werden, aber dafür fehlte mir einfach die Zeit). Anschließend mit Quark und dem eiskalten Wasser zu einem Teig vermengen, ohne gross zu kneten. Die Masse zu einer Teigplatte formen und mindestens 1 Stunde kalt stellen. Währenddessen die Form ausfetten und mit Sesamsamen ausstreuen. Der Backofen kann auch schon vorgeheizt werden und zwar auf 200 Grad Umluft. Für den Belag sind folgende Zutaten nötig:

2 Zwiebeln
1 TL Butter
150 gr Speckwürfel
250 gr klein geschnittener Emmentaler
125 gr sauren Halbrahm (ich habe einfach einen ganzen 150 ml Becher verwendet, denn was soll ich mit 20 gr noch machen? ;-))
4 Eier
Schnittlauch
Pfeffer

Zwiebeln klein schneiden und mit den Speckwürfeln bei mittlerer Hitze in der Butter anbraten. Die Zwiebel sollten glasig und nicht braun sein! Die Eier mit der sauren Sahne und dem Schnittlauch vermengen und mit Pfeffer würzen. Nun geht es an die Fertigstellung der Lorraine. Den Teig mit Hilfe von Sesamsamen ausrollen und in die Form legen. Ich habe den Teig für 5 Minuten in den heissen Ofen geschoben, damit der Teig etwas vorgebacken und zum Schluss knusprig wird. Danach die Zwiebel-Speck-Mischung mit den Käsewürfeln auf den Teig verteilen, den Guss darüber giessen und für 30 Minuten in den Ofen goldbraun backen. Herausnehmen und auf einem Gitterrost etwas abkühlen lasen.

FAZIT: Der Buchweizenboden mit dem herzhaften Belag hat wunderbar harmoniert. Am besten frisch aus dem Ofen geniessen. Sehr lecker, aber auch ziemlich mächtig! Der Teig war etwas schwierig auszurollen, da er sehr schnell durch die Wärme klebrig wurde, aber mit etwas Geschick und Geduld klappte es am Ende. Der Belag mit dem Käse eignetet sich hervorragend zur Verwertung von Käseresten – tip top! :-) Das Rezept kann sehr gut vorbereitet werden, einfach den Teig mit dem Belag herstellen und kalt stellen und den Guss separat vorbereiten. Somit ein schönes Rezept z.B. für einen Apero oder ein abwechslungsreiches Abendessen mit Salat. 

Mein Urteil zum Buch: „Backen mit Buchweizen“ ermöglicht einen einfachen Einstieg in die Materie „Buchweizen“. Der grosse Praxisteil mit den vielen Rezepten animiert zum Ausprobieren. Wer jedoch mehr Hintergrundinformationen erwartet, wird vom Theorieteil enttäuscht sein. Im grossen und ganzen ist es ein sehr interessantes Buch, bei dem der Leser jedoch eine gewisse Kocherfahrung mitbringen sollte.

Soweit von hier, bis bald, Eure Ina

 

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