„Esprit de Campagne“ – Schokoladenmousse, Fenchel-Ingwer-Kuchen etc.

Esprit de CampagneUnsere 3 Jahre alte Tochter ist heute morgen um 5 Uhr zu uns gekommen und weckte alle auf. Was nun? Am besten einen Kuchen backen und Euch bei einem Matcha Latte von dem neuen Buch von Frau Christina Hubbeling „Esprit de Campagne“, erschienen im AT Verlag (Link hier) erzählen. Dieses Buch sowie auch die neuen Bücher von Donna Hay „Die neuen Klassiker“ (Link hier) und von tibits & Hiltl „Vegan Love Story“ (Link hier) bekam ich liebenswürdiger Weise am Freitag zugeschickt, um Euch diese Bücher vorstellen zu dürfen. Selbstredend muss ich erst einige Rezepte ausprobieren, bevor ich eine genaue Meinung habe. Aber auf jeden Fall freue ich mich riesig über die Bücher, denn auf dem ersten Blick versprechen sie unheimlich viele gute Rezepte, Ideen und machen auch einen gleich „gluschtig“ einzukaufen und auszuprobieren.Vegan Love StoryDonna Hay

Damit ich mein „Testen“ eine Struktur geben kann, ansonsten gibt es nur ein Durcheinander und das verwirrt nachher mich und Euch, habe ich mich erst einmal dem Buch von Frau Hubbeling gewidmet. Die Frau Hubbeling nicht kennen, soll gesagt sein, dass sie die Autorin ist, die in der wöchentlichen Stil-Beilage der NZZ am Sonntag ein Rezept vorstellt. Ich bin schon seit Jahren ein Fan von ihr und sammle regelmässig ihre Rezepte, denn sie sind sehr abwechslungsreich, kreativ bis bürgerlich, alltagstauglich und überraschend und vor allem umsetzbar, sprich nicht zu kompliziert und keine exotischen Zutaten, die „Ottonormalverbraucher“ nirgendwo kaufen kann. Zurück aber zum Buch, welches „Rezepte aus einem französischen Landhaus“ zusammenfasst. Auf rund 220 Seiten werden 90 Rezepte, die sowohl alltagstauglich als auch für Gäste geeignet sein sollen, vorgestellt. Das Cover als auch der Inhalt sind optisch sehr ansprechend. Jedes Rezept ist fotografisch dargestellt und mit einer kurzen persönlichen Anekdoten eingeleitet, was mir ausserordentlich gut gefällt, denn so bekomme ich quasi ein „Gefühl“ für das Rezept – ich hoffe, Ihr versteht was ich damit sagen möchte.

Die Gliederung des Buches ist vom Vorwort, Vorspeisen über Hauptgerichte bis hin zu Nachspeisen und abgerundet über die Vorstellung der Autorin und Fotografin, der Danksagung und dem Rezepteverzeichnis sehr übersichtlich. Keine weiteren Unterteilungen in Fleischarten, Gemüse, Tartes etc.. Mit Hinblick auf die Anzahl der Rezepte ist dies durchaus ausreichend.

Bisher habe ich schon drei Rezepte ausprobiert:

  • Kartoffelsuppe mit Brillat-Savarin
  • Schokoladenmousse mit Erdbeeren und Minze
  • Fenchel-Ingwer-Kuchen

 

SchokoladenmousseDie Kartoffelsuppe war sehr fein! Unser Sohn freute sich sehr, dass sie nur Kartoffeln enthält und kein weiteres Gemüse! :-)

Die Schokoladenmousse gab es im Anschluss als Dessert und wird folgendermaßen zubereitet:

Zutaten gemäss Rezept für 4-6 Personen:
120 gr dunkle Schokolade
125 gr weiche Butter
45 gr Kakaopulver
4 Eigelb
40 gr Zucker
250 ml Rahm

Minzeblättchen
10 Erdbeeren

Als erstes die Schokolade über einem Wasserbad schmelzen und die Sahne steif schlagen, beides zur Seite stellen.
Butter mit Kakaopulver schaumig rühren. In einer weiteren Schüssel die Eigelbe aufschlagen und in einem kleinen Topf 30 ml Wasser mit dem Zucker kurz aufkochen lassen. Das heisse Zuckerwasser unter ständigem Rühren zur Eigelbmasse geben. Die geschmolzene Schokolade zur Butter-Kakao-Masse geben und verrühren. Die Eigelbmasse ebenfalls hinzugeben und verrühren. Zum Schluss die stiefgeschlagene Sahne mit den gehackten Minzeblättchen unterheben. Die halbierten Erdbeeren ebenfalls unterrühren (ich habe natürlich keine bekommen und habe sowohl Minze und Erdbeeren in meiner Variante ausgespart – quasi für uns 100iger Schokoladengenuss!).

Die Creme für mindestens 2 Std. in den Kühlschrank stellen.

Vor dem Servieren die Creme in Tassen abfüllen und nach Gusto verzieren – z.B. mit Erdbeeren, Minzblättchen, Smarties, Waffeln etc. – hier ist wieder der Fantasie freien lauf gelassen.

FAZIT: Die Mousse war sehr schokoladig, nicht zu süss aber leider in der Konsistenz nicht überzeugend, denn sie war recht fest und kompakt, was ich bei einer Mousse nicht erwarte. Ich denke, dass kommt von dem hohen Buttergehalt und entsprechend ähnelt sie eher einer Buttercreme als einer Mousse. Schade! Die Menge zudem reicht locker für 8 Personen, denn viel kann man davon nicht essen. Selbst unser Sohn, der unser Schokoladenmonster ist, hat seine Portion nicht aufgegessen. Ich werde den Rest, was über die Hälfte noch ist (!), einfrieren und als Cremeschicht für eine Torte verwenden.

BuchseiteDas zweite Rezept ist gerade bei uns im Backofen, sprich der „Fenchel-Ingwer-Kuchen“ und ich bekomme HUNGER, denn er durftet verführerisch! Zum Rezept:

1 mittelgrosser Fenchel (rund 180 gr)

230 gr Butter
230 gr Zucker
1 Päckchen Vanillezucker

Schale einer Bio-Zitrone
1 Stück Ingwer ca. 3 cm lang

5 Eier

230 gr Mehl
1 TL BAckpulver
1 Prise Salz

1 TL Anis

Fett und Nüsse für die Backform

Zubereitung:
Den Fenchel rüsten und in kleine Stücke schneiden, diese in Wasser für rund 5 Minuten blanchieren. Abgiessen und zur Seite stellen.

Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze (160 Grad Umluft) vorheizen und die Backform einfetten und mit Nüssen z.B. gemahlenen Mandeln ausstreuen.

vor dem BackenDie Butter mit dem Vanillezucker und Zucker schaumig rühren. Den Zitronenabrieb und den sehr fein geriebenen Ingwer dazugeben und untermengen. Die Eier nach und nach einrühren. Mehl, Backpulver und Salz hinzugeben und mit dem Anis und dem Fenchel alles zusammen gut verrühren. Den Teig in die Form umfüllen und gemäss Rezept 60 Minuten backen. In der Form abkühlen lassen und anschliessend erst herausnehmen.

Hinsichtlich Verzierung hat Frau Hubbeling nichts im Buch erwähnt, aber ich kann mir hier einen Zitronenguss – also eine Mischung aus Puderzucker und Zitronensaft – vorstellen.

Fenchel-Ingwer-Kuche

FAZIT: Er war einfach in der Zubereitung. Ich bin sehr gespannt auf die Kombination Fenchel und Ingwer und vor allem was meine Kinder dazu sagen werden. Gemäss Autorin soll der Kuchen nach Mandeln schmecken! Auf jeden Fall duftet er verführerisch und ich mir sicher, dass er schmecken wird! Aber ich werde Euch davon berichten.

 

Zusammenfassend kann ich Euch nur sagen: Das Buch gefällt mir sehr gut, es enthält sehr interessante Rezepte (bei uns gab es bisher immer nur Kartoffelsuppe mit Würstchen und nicht mit Milch! :-)) aber auch Klassiker, die leider etwas in Vergessenheit geraten sind (z.B. Sabayon, Rotweinbirnen, Zitronenkuchen etc.). Auf jeden Fall gibt es noch einige Rezepte, die ich ausprobieren werde. Ich kann dieses Buch sehr empfehlen – vielleicht als WEIHNACHTSWUNSCH?

Einen schönen Sonntag wünsche ich, bis bald Eure Ina

PS: Kuchen ist gerade fertig und kühlt gerade ab – siehe Foto! :-)

AnschnittNachtrag 3 Stunden später: Der Kuchen ist himmlisch! So saftig mit dem Fenchel, der dem Kuchen wirklich eine Mandelnote verleiht. Wenn man es selbst nicht wüsste, würde ich ihn als Zitronen-Mandel-Kuchen bezeichnen (bzw. habe ich auch gegenüber den Kindern, denn sie waren erst etwas skeptisch als sie die Stücke sahen ;-) aber nach dem ersten Biss, waren auch sie begeistert und jeder hat gleich 2 Stücke verputzt!).  Hmm, lecker! Und das mit dem Zitronenguss – vergesst bitte, denn er ist so in Reinform PERFEKT! :-)

ein Stück

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