Glutenfreier Mohnkuchen mit Joghurt und Äpfeln inkl. kleine Einleitung zu glutenfreien Zutaten

Glutenfreie FamilienrezepteEin neues Rezept aus der Reihe „Familienrezepte glutenfrei“ von Aran Goyoaga (im AT Verlag erschienen) : MOHNKUCHEN MIT JOGHURT UND ÄPFELN (ursprünglich mit Nektarinen, aber im März bekommt man diese nicht, so fiel meine Wahl auf Äpfel).

Wie schon beim Rezept „Schokoladenkekse“ (Beitrag hier) und „Olivenöl-Madeleines“ (Beitrag hier) ist auffällig die lange Zutatenmenge, die vor allem durch die verschiedenen Mehl-Sorten zum üblichen Weizenmehl „aufgebläht“ wird. Warum nicht nur eine Sorte Mehl nehmen? Ich denke, dass die Kombination aus den verschiedenen Mehlsorten den Geschmack und die Konsistenz des Gebäcks ausmacht. Hier wird beispielsweise Vollkornreismehl, Quinoamehl und Tapiokastärke verwendet.

Quinoamehl? Quinoa wird gemäss Wikipedia als „glutenfreies Pseudogetreide“ bezeichnet. 2013 ist Quinoa als das Getreide des Jahres 2013 ernannt worden. Botanisch ist es mit den Gemüse Rüben und Spinat verwandt und ist mit seinem hohem Eiweissgehalt sehr gesund. Gemäss Frau Goyoaga eignet sich das Mehl sowohl für süsse als auch für pikante Backwaren.

Vollkornreismehl? Gemäss Frau Goyoaga hat es ein süssliches, nussiges Aroma. In dem Mürbeteig von Frau Tamara Hänggli habe ich Reismehl zum ersten Mal kennen gelernt und seitdem will ich es nicht mehr missen. Das Mehl verleiht beispielsweise dem Mürbeteig eine knusprige Konsistenz.

Tapiokastärke? Gemäss Autorin: „Diese Stärke ist ein Verdickungsmittel. Es verleiht dem Gebäck eine schöne Kruste.“ Die Stärke ist gemäss Wikipedia geschmacksneutral und unter vornehmlich in der Tablettenherstellung und/oder Futtermittelherstellung verwendet.

Die restlichen Zutaten, wie die Zuckerarten, Vanille, Mohnsamen, Gewürze (Ingwer, Salz etc.) sind einfache Geschmacksträger und erhöhen auch die Qualität bzw. die Werthaltigkeit des Gebäcks.

nach dem BackenRezept für eine Backform mit einem 20 cm Durchmesser:
170 gr weiche Butter
150 gr dunklen Rohzucker (ich habe nur 100 gr reingetan und der Kuchen ist süss genug)
100 gr naturbelassenen Zucker (ich habe hier weissen Haushaltszucker verwendet, da mein dunkler Rohzucker geschmacklich sehr malzig und dominant ist)
2 TL Vanilleextrakt
1 TL fein abgeriebene Zitronenschale
2 Eier
180 gr Vollmilchjoghurt
100 gr Vollkornreismehl
45 gr Quinoamehl
25 gr gemahlene Mandeln
2 EL Tapiokastäre
1 EL Mohnsamen (2 EL Mohnback)
2 TL Backpulver
1 TL gemahlenen Ingwer
1/2 TL Salz
4 Nektarinen, halbiert, entsteint und in Spalten geschnitten (im Frühling bekommt man schlecht Nektarinen, so dass ich 3 Äpfel verwendet habe)
1 EL gehobelte Mandeln
Puderzucker oder Rohzucker zum Bestreuen

Zubereitung:

Den Backofen auf 160 Grad (Umluft) vorheizen und die Backform ausfetten und mit gemahlenen Mandeln ausstreichen.

Mit Hilfe der Küchenmaschine die Butter und die Zuckersorten, die Vanille und die Zitronenschale schaumig rühren. Das dauert ca. 3 Minuten. Anschliessend nacheinander die Eier unterrühren und den Joghurt hinzugeben.

In einer separaten Schüssel die restlichen Zutaten (bis und mit Salz) vermischen und unter die Butter-Zucker-Mischung geben und verrühren bis alles miteinander vermengt ist. Die klein geschnittenen Apfelstücken und die Mandelblättchen unter den Teig mengen und die Masse in die Backform umfüllen. (Die Autorin legt die Nektarinen-Spalten auf den Kuchen und bestreut ihn noch vor dem Backvorgang mit Mandelblättchen). Der Kuchen benötigt rund 1 Stunde (Stäbchenprobe machen!), herausnehmen und in der Form auskühlen lassen.

Kuchen

FAZIT: Der Kuchen war sehr gut. Der Teig vom Kuchen ist sehr locker und nicht zu süss. Die Apfelstücke harmonieren sehr gut mit dem Mohn. Dieser Kuchen ist ein schnell zubereiteter Rührkuchen mit einem feinen Aroma! Diese Rezept wie auch das Rezept der Olivenöl-Madeleines sind tolle Rezepte aus dem Buch. Ich bin gespannt auf die weiteren zahlreichen – sowohl pikanten als auch süssen – Rezepte! 

Macht’s gut, Eure Ina

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