Pavlova

CoverHallo meine Lieben, heute gibt es das erste Rezept aus dem neuen Buch „TORTEN“ von Linda Lomelino (siehe hier) und zwar eine PAVLOVA. Gemäss Wikipedia (Link) ist eine Pavlova/Pawlowa eine Gebäck, dass sowohl die Neuseeländer als auch die Australier von sich behaupten, dass es ihr Nationalgericht sei. Auf jeden Fall stammt der Name von einer russischen Ballerina, die in beiden Ländern Ende 1920 aufgetreten ist: Anna Pawlowa. Soweit zur Historie, nun aber zum eigentlichen Gebäck – sprich die Zutaten und Zubereitung:

Buchseite

 

 

 

 

 

 

 

Für eine Torte mit einem Durchmesser von rund 15 cm und 3 Böden – ich habe nur 2 Böden hergestellt, die natürlich einen grösseren Durchmesser hatten – benötigt man folgende Zutaten:

Schokoladenbaisermasse:
50 gr Zartbitterschokolade (mind. 70% Kakaoanteil)
6 grosse Eiweiss
240 gr Zucker – vorzugsweise Puderzucker, da dieser sich schneller auflöst
3 EL ungesüsstes Kakaopulver
1 EL Speisestärke
1 TL Weissweinessig (ich hatte nur Kräuteressig, aber das klappt genauso gut, denn der Essig sort nur für die dünne Kruste der Baisermasse und der Geschmack verfliegt beim Backen)

Füllung:
400 ml Rahm (330 ml reichen vollkommen aus)
250 gr Himbeeren (ich habe Himbeeren und Blaubeeren verwendet und nachdem es keine frischen gibt, einfach Tiefkühlware benutzt und im Kühlschrank aufgetaut)
50 gr geschälte Pistazien (leider habe ich keine bekommen, so dass ich auf dunkle Schokoladenspäne und gehobelte Mandelblättchen auswich)

Zubereitung:
vor dem BackenDie Schokolade über einem Wasserbad langsam schmelzen lassen und abkühlen lassen. Den Backofen auf 175 Grad Ober-/Unterhitze aufheizen und auf einem Backpapier 3 Kreise mit rund 15 cm Durchmesser aufzeichnen. Bitte dabei beachten, dass der Teig noch etwas in die Breite geht und somit Platz zwischen den Kreisen lassen. Ich habe mit Hilfe eines Tortenrings den fertigen Teig auf das Backpapier verteilt und so 2 gleich grosse Teigkreise erhalten (den Tortenring habe ich natürlich vor dem Backen entfernt ;-)).
Die Eier trennen und das Eiweiss mittels einer Küchenmaschine schaumig schlagen. Dabei erst langsam anschlagen und später die Geschwindigkeit erhöhen. Sobald das Eiweiss leicht schaumig ist, den Zucker langsam löffelweise hinzugeben und weiter rühren bis das Eisschnee glänzt und fest ist.
Das Kakaopulver mit der Speisestärke vermischen und unter die Eischneemasse von Hand vorsichtig unterrühren. Den Essig und die flüssige, abgekühlte Schokolade ebenfalls unterrühren. Die fertige Masse nun auf das Backpapier streichen und in den Backofen, mittlere Ebene schieben. Temperatur nun auf 120 Grad herunterdrehen. Gemäss Rezept muss der Teig rund 1 backen. Ich betone „das Rezept“, denn ich habe leider den Ofen schon vorher ausgeschaltet, denn ich hatte den Eindruck, dass sie schon fertig waren (Ich sage nur: „Meine erste Pavlova und ein fremder Backofen!“). Nun gut, jeder Teigkreis soll eine knusprige Hülle und eine weiche Füllung haben. Sobald dieses Stadium erreicht ist, den Backofen ausschalten und etwas in die Ofentür klemmen, damit diese offen bleibt. Das Blech im Ofen lassen und so die Böden auskühlen lassen. In der Zwischenzeit waren wir auf dem Fastnachtumzug in Lachen und als wir wieder zurückkamen, waren die Böden erkaltet. Somit noch schnell die Sahne schlagen. Ich habe diese noch mit einem Päckchen Vanillezucker gesüsst.
Gemäss Rezept nun einen Boden auf die Tortenplatte legen und mit Rahm bestreichen, etwas Obst und Pistazien darauf verteilen und mit dem zweiten Boden bedecken. Diesen wieder mit etwas Rahm, Obst und Pistazien belegen und mit dem letzten Boden bedecken. Diesen Boden ebenfalls mit Rahm, Obst und Pistazien dekorativ bestücken. So, die Theorie, bei mir löste sich schon der erste Boden nicht vom Backpapier. Der zweite Boden sträubte sich auch und bevor ich nur noch Krümel vor mir hatte, habe ich sie auf dem Backblech gelassen und mit dem Dekorieren angefangen. Dabei habe ich nur einen Boden mit Rahm, Obst und meinen Mandel-Schokoladen-Blättchen verziert, damit ihr den Unterschied sehen könnt. Den zweiten (bzw. die Stücke, die man „abschneiden“ konnte) konnte sich jeder selber auf dem Teller garnieren – was nicht schlecht war, denn so konnte sich jeder nach seinen Vorlieben bedienen.

das EndproduktFAZIT: Leider kam es optisch nicht zu einer schön anzusehenden Torte und sich von einem Backblech zu bedienen, ist auch nicht gerade eine Glanzleistung. :-(

Lassen wir das und kommen lieber zum Geschmack: Die Kombination aus dünner, knuspriger Baissehülle und einer weichen, marshmallow ähnlicher Füllung, mit dem Rahm, den sauren Beeren und den dünnen Mandelsplitter ist einfach göttlich lecker! Wir konnten nicht unsere Gabel hinlegen, bis alles verputzt war. Mein Vater benötigte im Anschluss einen Fernet, denn für ihn war es zu viel süsses. Nun ja, normalerweise ist diese Portion zB. als Dessert für bestimmt 8 Personen und nicht für 3 gedacht!

Auf jeden Fall werde ich mich noch einmal an eine Pavlova machen und die Böden länger im Ofen lassen (versprochen!). Die säuerlichen Beeren passen perfekt dazu, vielleicht das nächste Mal noch mit Kirschen und/oder Erdbeere, Johannisbeeren etc.. Statt Sahne könnte ich mir auch eine leichte Vanillecreme vorstellen…:-)

Nahaufnahme

Einen guten Wochestart wünsche ich Euch und bis bald Eure Ina.

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