Rotkohl Apfel Tarte mit Taleggio Käse und karamellisierte Walnüssen

TarteIn den letzten 2 Tagen waren die Kinder und ich fleissig am Plätzchenbakcen – oder wie es so schön in der Schweiz heisst „Guetzlis“. Nach diesen Aktionen benötige ich immer etwas Herzhaftes zu essen. Kennt Ihr auch das? Nachdem ich eine ganze Packung Rotkohl noch im Gefrierschrank hatte, kam ich auf die Idee etwas damit zu kreieren. Als Inspiration diente mir die Apfel-Taleggio-Tarte (Artikel hier), die ich vor einiger Zeit zubereitet habe, und so kaufte ich schon vorsorglich Taleggio-Käse. Äpfel und Walnüsse habe ich eh immer im Haus und somit war die Tarte schnell geboren.

Die genaue Mengenangabe und Zubereitung für eine normal grosse Tarteform:

Teig (mein Lieblingsrezept von Tamara Hänggli):
80 gr Dinkelvollkornmehl
100 gr Weizenmehl
50 gr Reismehl
50 gr kalte Butter
1/2 TL Salz
150 gr Magerquark

Für den Teig die Butter direkt aus dem Kühlschrank in kleine Stücke schneiden und mit den restlichen Zutaten bis auf den Quark in einen Cutter geben, so wird die Butter in sehr kleine Stücke unter die Mehl-Salz-Masse geschnitten und verteilt, was SEHR praktisch ist! :-) Die Menge mit dem Quark vermengen und zu einer flachen Kugel formen (nicht kneten) und mindestens 45 Minuten in den Kühlschrank legen. Anschließend ausrollen und in die ausgefettete Tortenform legen und mit einer Gabel einstechen. Bis zur Verwendung wieder kühl stellen.

Belag:
400 gr fixfertiger Rotkohl
2 mittelgrosse Äpfel
50 gr Walnusskerne (Baumnüsse)
1-2 EL Zucker
1/2 TL Honig
Salz
Pfeffer
Gemüsebrühe
1 EL Stärke
etwas Wasser
Thymian

250 gr Taleggio-Käse

Ich verwende immer den fixfertigen Rotkohl von Bofrost, den muss man nur mit etwas Wasser/Brühe zum Kochen bringen und kaum noch würzen. Natürlich kann man auch anderweitigen Rotkohl verwenden. Falls man auf frischen zurückgreifen möchte, muss dieser natürlich erst noch vorbereitet (gerüstet, klein geschnitten und mit diversen Gewürzen gar gekocht) werden. Meiner war nach rund 15 Minuten fertig und so konnte ich ihn mit etwas Gemüsebrühe, Salz, Pfeffer und Thymian abgeschmeckt werden. Leider habe ich etwas viel Brühe zum Kochen hinzugegeben, so dass zuviel Flüssigkeit im Topf war. Somit dickte ich das ganze mit etwas angerührte Stärke ein.

Die Äpfel schälen und in dünne Spalten schneiden. In einer Pfanne den Zucker erwärmen und die Äpfel und Walnüsse unter Rühren darin karamellisieren lassen. Achtung nicht zu lange, denn die Äpfel sollten meines Erachtens noch etwas Biss behalten.

Für den Guss:
100 ml Milch (oder Rahm wer möchte)
1 Ei
Salz, Pfeffer

Alles miteinander verrühren.

Den Backofen auf 200 Grad Umluft vorheizen. Den Tarteboden aus den Kühlschrank geben und rund 5-10 Minuten im Ofen „anbacken“. Herausnehmen und wie folgt belegen: Zuerst den Guss auf den Boden schütten, dann die Rotkohlmasse und im Anschluss die Apfel-Walnuss-Mischung darauf verteilen. Den Taleggio von der Rinde befreien, in kleine Stücke schneiden und ebenfalls auf die Tarte geben. Im Ofen rund 20-25 Minuten goldbraun backen. Etwas auskühlen lassen und herausnehmen. Am besten noch lauwarm geniessen.

NahaufnahmeFAZIT: Die Tarte war SEHR lecker und ein perfektes Abendessen nach einem süssen Backtag! Die Kombination aus Äpfel, karamellisierten Walnüssen und dem Rotkohl schmeckte sehr gut. Der Käse mit seinem fein, milden und cremigen Geschmack ist ebenfalls super. Das Reismehl macht den Teig knusprig und der Vollkornanteil unterstützt den nussigen Geschmack.

Wie ergeht es Euch nach einem Backtag? „Gluscht“ nach etwas Herzhaftes? Wenn ja, was ist Euer „Anti-Süss-Rezept“? 

Beim nächsten Mal berichte ich aus der süssen Weihnachtsbäcker, bis dahin ein schönes Wochenende, Eure Ina.

4 Comments

  1. Gabriele Romberg

    2. Dezember 2013 at 18:02

    Es ist bestimmt lecker!! Ich werde das Rezept nachmachen. Spätestens
    bei Bennings in Gaupel. Es passt gut am Abend und dazu ein Glas Wein,
    besonders nach den Feiertagen mit den vielen Süssigkeiten.

    1. Ina

      2. Dezember 2013 at 18:16

      Die Tarte ist wirklich sehr fein. Mit den karamellisierten Walnüssen sollte man nicht sparen, denn mit dem nussigen Geschmack und der knackigen Konsistenz harmonieren sie sehr gut zu den restlichen Zutaten. Hoffe, sie schmeckt Euch! Liebe Grüsse Ina

  2. Gabriele Romberg

    23. Dezember 2013 at 17:00

    Heute habe ich die Tarte gemacht und ruck zuck war sie alle. Sie hat meinen Lieben sehr gut geschmeckt. Ich werde sie noch öfters backen.
    Liebe Ina, Du hast immer tolle Rezepte, die sehr gut schmecken!

    1. Ina

      23. Dezember 2013 at 19:39

      Herzlichen Dank für das Kompliment. Ich freue mich sehr darüber! Schöne Feiertage wünsche ich und winterliche Grüsse Ina

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