Sommerlich, leichte Gemüse – Tarte

Gemüse-TarteIm Buch „Let’s bake!“ von Tamara Hänggli ist mir vor einiger Zeit die feine Spargel-Lachs-Quiche aufgefallen. Leider hatte ich am Montag keine Zeit mehr frischen Spargel und Lachs einkaufen zu gehen, sodass ich es bei mir eine Gemüse – Tarte wurde. Ihr fragt Euch bestimmt, was ist an einer Gemüse – Tarte „sommerlich und leicht“? Ganz einfach:

„sommerlich“ – farblich ist sie sehr bunt geworden und sie schmeckt auch kalt bei heissen Temperaturen sehr gut,

„leicht“ – anstelle von Rahm und Frischkäse habe ich Milch verwendet, die Anzahl der Eier erhöht und auch weniger Käse verwendet, so dass diese Tarte eher zur leichteren Sorte gehört.

 

Zutaten:
Teig (gemäss Frau Hänggli):
180 gr Mehl
40 gr Reismehl
1 Prise Salz
50 gr kalte Butter
150 gr Magerquark

Belag:
klein geschnittene Paprika
Mais
Erbsen
5-6 frische Cocktailtomaten
Spargel aus dem Glas

Guss:
3 Eier
240 ml Milch
1 TL Salz
1/4 TL Pfeffer
etwas süsses Paprikapulver
2 EL Maizena
ca. 50 gr geriebenen Käse

Winnie Pooh mit Tomaten
„Winnie Pooh“ – Fankuchen MIT Tomaten

Zuerst steht der Teig an, denn dieser muss wie immer kalt gestellt werden. Beachtet werden muss, dass die kalte (!) Butter in sehr kleinen Flocken zugegeben und mit allen anderen Zutaten zusammen gefügt (!) und nicht geknetet wird! Ich habe einmal im Internet gesehen, dass für die Herstellung dieses Teigs (Tarte-, Pie-, Quichte-Teig etc.) oft der elektrische „Cutter“ verwendet wird. Mit dem Schneidemesser des Cutters wird die kalte Butter in winzige Stücke zerschnitten und dabei unter die Mehlmischung verrührt – einfach genial. Nachdem diese Menge (Mehl, Salz und Butter) sehr gering ist, konnte ich dafür meinen kleinen Aufsatz meines Handrührgerätes dafür benutzen und ich kann nur sagen: SUPER! Es ging ganz einfach! Also, beide Mehlsorte und das Salz vermischen, die Butter in Flocken dazugeben und mittels des Cutters vermengen. In eine Schüssel umfüllen und den Quark mit einem Löffel untermischen. Alles auf die Arbeitsfläche geben, mit den Händen zusammenfügen und mit dem Nudelholz ausrollen, dabei werdet Ihr feststellen, dass sich die Einzelteile des Teigs wunderbar zusammenfügen und so ein ziemlich elastischer Teig entsteht, der einfach in die Backform gelegt werden kann. Seit ein paar Tagen bin ich Besitzer einer länglichen Tarteform und die musste nun einfach ausprobiert werden. Welche Form Ihr benutzt ist völlig egal. Die Kuchenmenge ist für eine Form von ca. 24-26 cm Durchmesser berechnet. Ich hatte sogar noch Teig übrig, so dass ich noch 2 kleine Tarte-Förmchen auslegen konnte, was perfekt war, denn meine Kinder essen beide nicht gerne Spargel und mein Sohn keine Tomaten. So konnte ich für jeden einen eigenen Kuchen backen! Die Formen mit Teig auslegen, leicht andrücken, nicht einstechen (!) und für mindestens 30 Minuten kalt stellen.

Lightning McQueen Fan ohne Tomaten
„Lightning McQueen“ – Fankuchen ohne Tomaten

Noch ein Wort zum Reismehl. Frau Hänggli schreibt in dem Buch, dass Reismehl in der britischen Küche eine lange Tradition hat und es würde den Teig knuspriger machen. Hat man kein Reismehl, so kann man dieses auch durch Hartweizendunst ersetzen. Ich kann nur sagen, dass ich das Reismehl als Reis-Vollkornmehl bei uns im Bio-Laden bekommen habe und es ist sehr fein gemahlen. Zum Teig bzw. Ergebnis komme ich später noch, aber bezüglich Knusprigkeit kann ich nur sagen: WOW! Ich bin froh, Reismehl nun zu besitzen!

Nun aber zum Belag und zum Guss. Ach ja, den Ofen noch vorheizen – auf 180 Grad Umluft und das Blech auf die unterste Rille schieben.

Als Belag kann man seiner Phantasie freien lauf lassen, ob nun vegetarisch, also mit Gemüse, und/oder mit Fleisch/Fisch – egal, ganz nach Geschmack. Das meiste Gemüse sollte bissfest gegart sein, bspw. tiefgekühltes Gemüse wie Mais und Erbsen ca. 5 Minuten in Gemüsebrühe erwärmen oder aber auch frischen Brokkoli. Abgiessen und beiseite stellen. Hingegen Tomaten oder grünen Spargel kann man roh nehmen. Verwendet man zum Beispiel Poulet, dann würde ich ebenfalls dies vorkochen und in kleine Stücke schneiden. Bei Fisch würde ich wie Frau Hänggli auf die geräucherte Variante zurückgreifen, aber dann bitte Vorsicht mit der Salzmenge im Guss, denn die geräucherten Sachen haben schon einen recht hohen Salzgehalt!

Der Guss ist sehr einfach. Die Eier verquirlen, die Milch hinzugeben und würzen. Das Maizena unterrühren und den Käse dazugeben. Natürlich kann man auch den Käse zum Schluss über den Kuchen streuen. Ich habe ihn zum Guss gegeben, damit der Käse sich mit dem Gemüse verbindet und er nicht das ganze Gemüse abdeckt (also rein optische Gründe ;-))!

Die Formen aus dem Kühlschrank nehmen, den Belag gleichmässig verteilen (oder wie es bei uns war – nach Vorlieben) und den Guss darübergiessen. Nun ab in den Ofen, für ca. 35 Minuten. Auskühlen lassen und geniessen!

Nahaufnahme

FAZIT: Der Teig ist der Hammer! Ihr müsst ihn unbedingt probieren! Frau Hänggli hat nicht untertrieben bezüglich Knusprigkeit! Zudem ist er geschmacklich sehr gut – mit dem Quark hat er einen feinen Geschmack und trieft nicht nach Butter! Sehr fein!

Mein gewählter Belag mit dem Guss schmeckte uns sehr gut. Die Kinder liebten ihre kleinen Kuchen; meine Tochter weigerte sich sogar etwas abzugeben! Wahrscheinlich wusste sie schon am Mittag, dass die Tarte auch kalt zum Znacht sehr gut schmecken wird! Diese Tarte wird es bei uns noch öfters geben! Einfach lecker und der Teig….hmmmm…..Eine schöne Woche wünsche ich Euch, Eure Ina! 

 

 

Quellenangabe:

Let's bake
Titel:“Let’s bake! – Das Beste aus britischen Backstuben“
Autorin: Tamara Hänggli
Verlag: WERDVerlag

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