Französisches Sauerteigbrot

Sauerteigbrot NahaufnahmeHeute möchte ich Euch das erste Rezept des „Girlie Baking Days“ vom vergangenen Freitag vorstellen: Französisches Sauerteigbrot aus dem Buch „Noch ein Stück“ der Autorin Leila Lindholm. Wie gewöhnlich bedarf es beim Backen von Brot viel Geduld, Musse und vor allem Zeit. Zuerst muss ein Weizen-Sauerteigansatz über 4 Tage erstellt werden. Am 5. Tag kann dann geknetet und nach zwei Gehvorgängen gebacken werden.

Für den Sauerteigansatz benötigt ihr nicht mehr als lauwarmes Wasser, Weizenmehl, Honig, ein Gefäss und Frischhaltefolie. Bezüglich Gefäss musste ich leider die Erfahrung machen, dass das von mir zuerst gewählte zu klein war. Die Masse lief in der Nacht von Tag 2 auf Tag 3 über und die „Sauerrei“ war perfekt! Die Masse war wie Kaugummi, so dass ich ordentlich was zu putzen hatte! Also, seid gewarnt: NICHT zu KLEIN wählen!!!!Ansatz übergelaufen

Also, nun geht es los, der Weizen-Sauerteigansatz: Am 1. Tag 150 gr Mehl, 200 ml lauwarmes Wasser, 1 EL Honig verrühren und in ein Gefäss geben und mit Frischhaltefolie abgedeckt bei Raumtemperatur stehen lassen. Am 3. Tag, die Masse mit 100 ml lauwarmen Wasser und 90 gr Mehl verrühren („füttern“) und wieder abgedeckt bei Raumtemperatur stehen lassen. Am 4. Tag erneut 100 ml laufwarmes Wasser und 90 gr Mehl zufügen, verrühren und weitere 24 h abgedeckt stehen lassen. Am 5. Tag müssen sich auf der Oberfläche Blasen gebildet haben. Das ist das Zeichen, dass der Ansatz funktioniert hat! Nun mindestens 100 gr abfüllen, in ein Schraubglas füllen (Deckel nicht ganz zudrehen) und in den Kühlschrank stellen. Dies ist quasi der „Ansatz“ für das nächste Brot. Er kann einige Wochen im Kühlschrank aufgehoben werden. Wenn man ihn benötigt, am Vorabend des Backtages herausstellen und ihn mit Wasser und Mehl wieder „füttern“. Gelesen habe ich, dass man Hefe und Sauerteigansatz nicht offen im Kühlschrank aufbewahren sollte. Die Hefe solle man luftdicht verschliessen (anscheinend reagieren die beiden miteinander :-)).

Für das eigentliche Brot, sprich am Tag 5, benötigt ihr:
10 gr frische Hefe
600 ml lauwarmes Wasser
800-900 gr Weizenmehl
400 gr Weizensauerteig
1.5 TL Salz

Angefangen wird mit der Hefe, diese wird im Wasser aufgelöst und mit 400 gr Mehl ca. 10 Minuten lang verknetet. Das restliche Mehl, das Salz und der Ansatz hinzugeben und weitere 20 Minuten bei mittlerer Stufe kneten. Der Teig in eine Schüssel geben und zugedeckt mindestens 2 Stunden gehen lassen. Auch hier bitte auf die Schüsselgrösse achten!

Brot von obenDer aufgegangene Teig mit bemehlten Händen zu einem Brotlaib formen, mit etwas Mehl bestäuben und diesen mit einem Tuch bedeckt noch einmal rund 1.5 Std. gehen lassen. Mein aufgegangener Teig war ziemlich matschig, so dass ich bestimmt weiter 100-150 gr Mehl hinzufügen musste. Im Rezept stand zwar, dass man diesen Teig nicht mehr stark kneten sollte, aber das war kaum zu vermeiden. Schliesslich musste ich das weitere Mehl unterarbeiten, so dass ich einen „formbaren“ Teig erhalten habe. Die Autorin konnte gemäss Abbildung in dem Buch den Teig in ein längliches Brot formen. Ich konnte dies nicht bzw. ich hätte wahrscheinlich noch mehr Mehl hinzufügen müssen, so dass ich einfach meine grosse Brotkastenform verwendet habe. Diese eingefettet und mit dem Teig gefüllt liess ich das Brot noch einmal rund 1 Std. im Ofen zugedeckt gehen. Bevor man es backt, muss der Ofen unbedingt aufgeheizt werden, damit eine Kruste entstehen kann. Somit, Ofen auf rund 230 Grad Umluft (Ober-/ Unterhitze 250 Grad) aufheizen, Brot hineingeben und auf das Backblech etwas Wasser geben. Das ganze nun rund 45 Minuten goldbraun backen. Herausnehmen und abkühlen lassen.

SeitenansichtFazit: Das Brot hatte eine richtige Kruste und der Teig war extrem luftig. Geschmeckt hat es ziemlich neutral, also nicht säuerlich, was ich eigentlich durch den Sauerteigansatz erwartet hätte. Das nächste Mal werde ich Oliven und/oder Tomaten aber auf jeden Fall noch Kräuter wie Rosmarin oder Thymian zum Teig hinzugeben. Ich liebe diese Art von „gefüllten Brote“ und ich bin sicher, dass dieses Brot damit sehr lecker sein wird! Frisch als auch getoastet zum Zmorgen war es fein. Somit: „Mami, das war fein. Das machen wir noch einmal!

Nahansicht

 

Quellenangabe:

Leila Lindholm

 

 

 

 

 

Leila Lindholm
Titel: „Noch ein Stück“, Verlag: AT Verlag

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