Bienenstich-Cupcakes mit einer Schokoladen-Sahne-Mousse

Bienenstichcupcake_einzelndEinige Bienenstich-Rezepte habe ich in meinem Leben schon ausprobiert – gebacken als auch gekaufte bzw. gegessen. Leider hat mich nie eines richtig überzeugt. Entweder war die Creme in der Mitte zu „mächtig“ oder schmeckte zu sehr nach „Kühlschrank-Sahne“ oder der Teig war zu süss und die Mandelhaube nicht mehr knusprig. Die Enttäuschung war jedes Mal gross, denn schliesslich verspricht der Anblick eines Bienenstichs pure Lust, oder? Habt Ihr auch schon solche Enttäuschungen erlebt?

Nach diesen Erfahrungen habe ich mich lange nicht mehr an diesen Kuchen getraut. Ja, bis vorgestern! Meine Mutter fand für mich an einem Bahnhofskiosk die heissersehnte Zeitschrift „Lecker Bakery“ (siehe unten). Seit einem Monat suche ich diese Ausgabe, aber nicht aufzufinden. Viele Verkäufer kannten die Zeitung nicht! So hatte ich die Hoffnung schon aufgegeben. Ihr könnt Euch somit vorstellen, wie gross meine Freude war, als meine Mutter mit dieser Zeitung ankam. DANKE, Mama!

Die Zeitung blätterte ich von vorn nach hinten und wieder zurück durch. Machte Anmerkungen, Klebestreifen auf manche Seiten und in meinem Kopf schwirrte es von Fragen wie: „Mache ich den Kuchen oder doch die Cupcakes? Die Herzen am Stiel sehen auch lecker aus und die Gugelchens…lecker!“ Ich entschied mich am Ende für die Bienenstich Cupcakes. Warum? Seht es mal als „letzte Chance für das Rezept an“ und zudem habe ich schon lange keine Cupcakes gebacken!

Der Teig in der Zeitschrift schien sehr lecker zu sein, aber die Creme bereiteten sie aus Marshmallows zu, die nach einem Versuch vor Jahren nicht gerade meine Begeisterung wecken konnten. So musste ich hierfür eine Alternative finden. In dem Buch „Cupcakes-50 neue Rezeptideen“ von Oliver Brachat (siehe unten), was ich in einem späteren Artikel vorstellen werde, fand ich ebenfalls ein Bienenstich Cupcake Rezept. Dieses Rezept hatte für mich die richtige Füllung: eine weisse Schokoladen-Sahne-Mousse.

Die Rezepte schnell miteinander kombiniert und die Zutaten zusammengesucht :
Teig:
175 gr weiche Butter
150 gr Zucker
Prise Salz
abgeriebene Schale einer halben Zitrone
3 Eier
100 gr fettarmer Joghurt
75 gemahlene Mandeln (ohne Haut)
150 gr Mehl
2 TL Backpulver

Bienenstichcupcake_Seitenansicht_MousseMousse:
200 ml Rahm
1 Prise Vanillepulver (1/2 TL)
100 gr weisse Kuvertüre
2 Blatt Gelatine, in kaltem Wasser eingeweicht
(Prise Vanillesalz)

Mandelhaube:
80 gr Butter (60 gr)
50 gr Zucker
40 gr Honig
100 gr Mandelblättchen

Die in Klammern angegebene Werte sind die von mir verwendeten Mengen. Teig und Mandelmasse reichten bei mir für 16 Cupcakes und die Mousse gerade mal für 12 Stück, aber das machte nichts, denn die restlichen 4 Cupcakes haben wir am Folgetag mit Eis gegessen. Lecker!

Am Vortag habe ich die Cupcakes gebacken, damit diese richtig auskühlen können. Sie sind sehr einfach und schnell zuzubereiten. Also, erstmal den Backofen auf 160 Grad (Umluft) vorheizen. Das Backblech vorbereiten und nun an den Teig: Butter, Zucker, Salz und Zitronenschale 5 Min. sehr schaumig rühren. Die Eier einzelnd hinzufügen und unterrühren. Dann den Joghurt mit hinzugeben. Gemahlene Mandeln, Mehl und Backpulver in einer zweiten Schüssel verrühren und unter die Eier-Zucker-Masse rühren. In die Förmchen verteilen. Für die Mandelhaube müssen Butter, Zucker und Honig in einer Pfanne erhitzt werden, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Die Mandelblättchen dazugeben und unterrühren. Etwas abkühlen lassen. Auf die Teiglinge grosszügig geben und diese dann ca. 20-25 Min goldbraun backen. 10 Min in der Form auskühlen lassen und dann rausnehmen. Wenn sie richtig ausgekühlt sind,  in eine luftdichte Schüssel verpacken und kühl stellen.

Am nächsten Tag habe ich gleich morgens die Mousse gemacht, denn sie muss mindestens 2 Stunden kalt gestellt werden, damit sie die richtige Konsistenz zum Aufspritzen hat. Dafür 50 ml Rahm mit dem Vanillepulver in einem kleinen Topf aufkochen, vom Herd nehmen, die Kuvertüre, das Salz und die ausgedrückte Gelatine dazugeben und unter Rühren darin auslösen. Den restlichen Rahm mit der Prise Vanillesalz steif schlagen und unterheben. In einer Schüssel kalt stellen.

Bienenstichcupcake_MandelhaubeIst die Mousse fest geworden, kann sie in einem Spritzbeutel umgefüllt werden. Die Cupcakes einzelnd quer unter der Mandelhaube durchschneiden und mit der Mousse füllen. Vorsicht vor Schleckermäulern! Ich bin kein grosser Fan von weisser Schokolade, aber diese Mousse ist SEHR lecker und kleine Schleckermäulchen kommen ganz auf ihre Kosten! Nicht zu viel abgeben, denn wie oben schon erwähnt, die Mousse reicht gerade für 12 Stück aus! Die Mandelhaube leicht angedrückt drauf setzen und fertig sind die Bienenstich Cupcakes.

Bienenstichcupcake_GeschenkboxBis zur Abfahrt zu meinen Schwiegereltern stellte ich sie wieder in den Kühlschrank – gut verpackt in Plastikdosen, damit die Mousse nicht den typischen Kühlschrankgeschmack annimmt! Die 50 Min. Fahrt haben sie perfekt überstanden. Die Cupcakes waren nicht mehr kalt und die Mousse behielt ihre Form.

 

 

FAZIT: Geschmacklich kann ich Euch sagen: „WAHNSINN! Endlich ein Bienenstich-Rezept, das behält was es verspricht!“ Die Mandelhaube ist knusprig, die Mousse cremig und schmeckt leicht nach Vanille, Schokolade und Sahne und der Teig ist luftig und saftig. Perfekt! DANKE – Zeitschrift „Lecker Bakery“ und Oliver Brachat für die tollen Rezepte!

Quellenangabe:

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„Lecker Bakery“ – Link zur Webseite: „Lecker Bakery
Cupcakes

 

 
„Cupcakes-50 neue Rezeptideen“
Autor: Oliver Brachat
Gebundene Ausgabe: 112 Seiten
Verlag: AT Verlag; Auflage: 1. Auflage (30. August 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3038005282

2 Comments

  1. Yaniv

    19. April 2013 at 13:00

    Ich habe die Zeitschrift auch, mir hatten es besonders die Frankfurter Kranz Cupcakes angetan :-)
    Dein Rezept finde ich auch toll, werde die Gelatine nur durch Agar-Agar ersetzen…
    LG :-)

    1. Ina

      19. April 2013 at 13:12

      Hallo Yaniv, mit Agar-Agar habe ich keine Erfahrungen – obgleich ich es schon öfters gekauft habe. Grund ist wahrscheinlich, weil keine genaue Mengenangabe bei Agar-Agar angegeben wird. Bin gespannt wie sie Dir schmecken! LG Ina

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